Das
Landesarchiv Greifswald verwahrt mehr als 10.000 Urkunden, 40.000
Karten und 9.000 lfm Akten in über 900 Beständen.
Ihr Umfang reicht von mehreren 100 Stück oder laufende
Meter (lfm) bis zu Kleinstbeständen von nur einem Stück
oder 0,01 lfm.
Bestände sind in einem Archiv systematisch erfaßt.
Sie folgen einer Tektonik, die im Landesarchiv Greifswald ursprünglich
auf dem Repositursystem der Preußischen Staatsarchive
aufbaut. Dieses Repositursystem war bereits im Provinzialstaatsarchiv
Stettin in Anwendung und wurde nach 1945 auch in Greifswald
beibehalten. Man hat zur Identifikation eines Bestandes oder
einer Bestandsgruppe jeweils eine Repositurnummer, gegebenenfalls
auch in Kombination mit kleinen Buchstaben verwendet, die bei
Aktenbestellungen, Quellenangaben und ähnlichem praktisch
und einfach anzuwenden war. Dieses System ist jedoch nur begrenzt
erweiterungsfähig und stößt mit den Schriftgutübernahmen
ins Archiv an seine Grenzen. |
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Gleichzeitig
bedingt die IT-gestützte Bestandsverwaltung als ein Erfordernis
moderner Verwaltung eine Ordnung nach dem Dezimalsystem. Daher
wurde die Tektonik den neuen Anforderungen entsprechend überarbeitet.
Die im Landesarchiv Greifswald vorhandenen Archivbestände
sind in einer systematisch geordneten Bestandsliste erfaßt.
In Zukunft werden sukzessive Findbücher und Karteien mit
dem Programm ARIADNE eingegeben und internetfähig benutzbar
gemacht. Sie können dann von der Bestandsliste auf ARIADNE
zugreifen und dort bereits erschlossene Bestände benutzen.
Dennoch ist für eine längere Übergangszeit bei
der Direktbenutzung und damit auch bei der Archivalienbestellung
die "Altsignatur" mit Repositur und laufende Aktennummer
zu verwenden. |